Yunnan
Es gibt nur wenige Provinzen in China, die ähnlich viele Variationen natürlicher Landschaftsformen und Kulturen wie die Provinz Yunnan vorweisen können.
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Die Provinz Yunnan, die im Südwesten Chinas auf dem Yunnan-Guizhou Plateau, d.h. unterhalb des Tibetischen Plateaus mit Grenzen zu Vietnam, Laos und Burma liegt, ist ein mysteriöses Land von natürlicher Schönheit. Es erstreckt sich über 394,000 Quadratkilometer und hat 40 Millionen Einwohner. Bis heute wird es von vielen ChinesInnen als Hinterland angesehen.
Es gibt nur wenige Provinzen in China, die ähnlich viele Variationen natürlicher Landschaftsformen und Kulturen vorweisen können. In Yunnan gibt es eine ganze Reihe von ökotouristischen Reisemöglichkeiten, darunter Berge und Gletscher, die das ganze Jahr über schneebedeckt sind, Seen und heisse Quellen, alpine Landschaften, Urwälder, und tropische Regenwälder mit Elefanten und Affen. Wälder allein machen acht Prozent der Waldfläche in ganz China aus (insgesamt 10 Millionen Hektar), die 24,9 Prozent der Provinzoberfläche bedecken. Dies ist Chinas Paradies für Flora und Fauna. Mehr als die Hälfte Chinas hochwertiger Pflanzen sind hier zu finden, ebenso wie über 3.000 Arten seltener Tiere (entspricht 55 Prozent aller Tierarten Chinas): 31 Vogelarten (entspricht 64 Prozent) und 130 Reptilienarten (entspricht 42 Prozent).
Der Gipfel des Meili Schneeberg ragt 6740 über dem Meeresspiegel hinaus, und wurde in seiner majestätischen Ruhe noch nie von einer Menschenseele erklommen. Die Tpografie des Kalksteins von Lunan, das sich über 350 Quadratkilometer erstreckt, bildete das "Erste Weltwunder", nämlich den Steinwald (Shilin). Die Tiger-Sprung Schlucht fällt 3,200 Meter tief hinunter zum Fluss des Goldenen Sandes, und ihre Klippen hängen bedrohlich über dem reissenden Wasser. Über 40 Seen liegen in Yunnan wie Perlen in der Landschaft verstreut. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten gibt es in Xishuangbanna. Die Blumen in der "Stadt des Ewigen Frühlings", Kunming, blühen zu jeder Jahreszeit. Durch Gebirgszüge abgeschnitten von jeglicher Kommunikation mit der Aussenwelt liegt Shangri-La, das schon in James Milton's "Verlorene Horizonte" erwähnt wurde. Hier können wir vielleicht die letzte ursprüngliche Kultur beobachten, deren Geschichte mehrere Tausend Jahre alt ist. Im schönen Lijiang, das in die Liste der Welt Kulturstätten der UNESCO aufgenommen wurde, beheimatet Schluchten, Seen und Pferdehalter. Die Naxi, die hier leben, haben ihre alte Hieroglyphenschrift beibehalten und die alten Frauen tragen noch heute Schafspelze zum Schutz gegen Wind und Wetter.
In der Provinz Yunnan leben viele unterschiedlichen Ethnien. Insgesamt sind es 26 verschiedene Gruppen, die mit ihrer Farbenpracht und mit ihren traditionellen Taenzen und Liedern das Leben in den Städten, Dörfern, auf den Märkten und zu Zeiten der Feste bereichern. Da ist z.B. das Wasser-Spritz fest der Dai (Thai), der März-Markt der Bai und das Fackel-Fest der Yi, das die Besucher so fasziniert, dass sie gar nicht mehr gehen möchten.
Yunnan ist ausserdem eine der Wiegen der Menschheit überhaupt. In Yuanmou wurden die Knochen eines primitiven hominiden Wesens gefunden, das vor 1.7 Millionen Jahren hier gelebt hat; und im Kreis Lufeng wurden Dinosaurier Fossilien gefunden. Von Dali, der Hauptstadt des alten Nanzhao Königreiches, bis zum Goldenen Tempel, zur Quelle des Schwarzen Drachens usw., überall ist Yunnans lange Geschichte und Kultur zu finden.
Yunnan ist ein Ort unendlicher Faszinationen. Die Steinernen Trommeln, der Jadedrachen Schneeberg, die Anbetung von Himmel, Erde und Bergen (und nicht Götter); Sprachen, deren Ursprünge im Nebel der Vorzeit verschwunden sind; und die Strasse nach Myanmar, die zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges das Tor U.S. amerikanischer Hilfe für China darstellte.
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